Gedankensplitter

 

 

 Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

2. Advent, 4. Dezember 2022

Steht auf, Kopf hoch, eure Erlösung ist nahe. Lukas 21,28

Glockengeläut 

  -  Musik (Wann kommt der Tag) 

Salutatio:
P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, P+G: der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Confiteor:
Der Evangelist Lukas sagt: Steht auf, Kopf hoch, eure Erlösung ist nahe. (Lukas 21,28) Wir hören das, aber, erwarten wir wirklich unsere Erlösung durch Gott? Ist es nicht so, dass wir doch eher unseren eigenen Lösungen trauen? Wir kommen hier, um durch das Wort Gottes unterscheiden zu lernen für das, welche Lösungen wir finden sollten und welche in Gottes Hand alleine liegen. Deshalb bitten wir am Anfang: Gott, erbarme dich unser, hilf uns den heilsamen Unterschied zu finden, führe uns zum ewigen Leben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem fröhlichen Herzen feiern durch Jesus, den Christus. Und wir erhalten gleich zu Beginn die Antwort, die sich im Gottesdienst bestätigen möge: Gott hat sich unserer erbarmt, hat uns vergeben. Alle, die darauf vertrauen, sind Gottes Kinder, und Gottes Heiliger Geist wird mit ihnen sein. So werdet ihr selig. Das verleihe Gott uns allen. Amen

Lied 6 Ihr lieben Christen freut euch nun 

Psalm 80

Gott wird kommen, zu erlösen die Menschen; er wird seine herrliche Stimme erschallen lassen, und ihr werdet euch von Herzen freuen. (nach Jesaja 30)
     Du, Hirte Israels, höre, der Du deine Menschen hütest wie Schafe, erscheine.
Der DU thronest über den Cherubim, erwecke deine Kraft und komm uns zu Hilfe.
     So wollen wir nicht von DIR weichen. Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen. Gott Zebaoth, tröste uns; lass leuchten dein Antlitz, so genesen wir.
Freue dich sehr, du Tochter Zion, und jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.

Gloria
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns
*in der Buß- und Fastenzeit entfällt das Gloria in excelsis (Ehre sei Gott in der Höhe)
P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet
Gott, tröste uns in unseren Sorgen und Ängsten, sei uns gnädig und erhöre unser Gebet. Wir warten auf dein Kommen. Du weißt, wie oft wir an dieser Welt und in unserem Leben leiden. Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit. Wann wirst du kommen, um uns und deine Schöpfung zu erneuern? Wann wirst Du endlich das Schreien der Menschen hören und uns trösten? Du allein kannst uns die Kraft geben zu vertrauen, wir hoffen auf Dich und dein Kommen. Das beten wir im Namen deines Sohnes Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist uns Mut macht heute und jeden Tag. Amen

Lied EG 19 O komm, o komm du Morgenstern 

Die Lesung des heutigen 2. Advent steht im Brief des Jakobus:
Haltet also geduldig aus, liebe Geschwister. Wartet auf das Wiederkommen des Herrn. Seht, wie der Bauer auf die köstliche Frucht der Erde wartet und sich ihretwegen geduldet, bis sie den Herbst- und Frühjahrsregen bekommt. So habt auch ihr Geduld und fasst Mut, denn das Kommen des Herrn steht bevor. Jammert nicht übereinander, liebe Geschwister. Ihr wollt doch nicht gerichtet werden. Seht, der Richter steht schon vor der Tür! Nehmt euch die Propheten, die im Namen des Herrn gesprochen haben, als Beispiel. Wie standhaft haben sie ihre Leiden getragen. Ihr wisst ja, dass wir die glücklich preisen, die durchhalten. Von der Standhaftigkeit Hiobs habt ihr gehört und gesehen, wie der Herr ihn am Ende belohnt hat. Der Herr ist voller Mitgefühl und Erbarmen.

Hallelujavers Halleluja. Halleluja. Halelluja – Gott wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und alle Menschen mit seiner Wahrheit (Psalm 96) – Halleluja. Halleluja. Halleluja

Lied EG 9 Nun jauchzet all ihr Frommen 

Die Lesung des Evangeliums steht bei Lukas (21, 25-33)
P+G: Ehre sei dir Herre
An Sonne, Mond und Sternen werden Zeichen erscheinen, und auf der Erde werden die Völker in Angst und Schrecken geraten und nicht mehr aus und ein wissen vor dem tobenden Meer und seinen Wellen. In Erwartung der schrecklichen Dinge, die noch über die Erde kommen, werden die Menschen vor Angst vergehen, denn sogar die Kräfte des Himmels werden aus dem Gleichgewicht geraten. Dann werden sie den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn das alles anfängt, dann hebt den Kopf und richtet euch auf, denn dann ist eure Erlösung nicht mehr weit." Jesus gibt noch einen Vergleich: "Seht euch den Feigenbaum oder irgendeinen anderen Baum an. Wenn sie ausschlagen, wisst ihr, dass es bald Sommer wird. Genauso ist es, wenn ihr seht, dass diese Dinge geschehen. Dann ist das Reich Gottes ganz nahe. Ich versichere euch: Diese Generation wird nicht untergehen, bis das alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nie.
P+G: Lob sei Dir, o Christus

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 11 Wie soll ich dich empfangen 

Predigt Lukas 1

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Am heutigen 2. Advent hören wir einen Text aus dem Lukasevangelium:

Sogleich machte sich Maria eilends auf in das judäische Gebirgsdorf, wo Zacharias und Elisabeth wohnten. Sie begrüßte Elisabeth und als diese Marias Gruß hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib vor Freude. Der Heilige Geist kam über sie, und sie rief laut: „Auf dir liegt Gottes Segen, mehr als auf allen anderen Frauen, und gesegnet sei dein Kind. Wie ist es nur möglich, dass die Mutter meines Herren zu mir kommt? Denn als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind in meinem Leib vor Freude und Jubel. Du bist glücklich zu preisen, weil du daran geglaubt hast, dass Gottes Verheißung an dir in Erfüllung geht.

Diese Begegnung ist in vielen Liedern besungen worden, im bekannten Weihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging...“ - und sie ist von vielen Malern gemalt worden. Was dafür spricht, dass diese Geschichte unsere Seele berührt. Lukas berichtet keine Tatsachen. Er erzählt das Wirken Gottes, das bis in unserer eigenen Lebensgeschichte hineinwirkt.  Es geht um den Anbruch einer neuen Zeit, die von Johannes, dem Täufer und Jesus als zentralen Figuren gestaltet wird. Die Elternbpaare Elisabeth und Zacharias, Maria und Josef sind Zeugen des Anbruchs. Die Geburtsankündigungen erfolgen durch den Erzengel Gabriel. Er wird als Bote der Endzeit in Buch Daniel (8,16ff.) erwähnt.

Die Zeitenwende, die bei Daniel und auch hier in der lukanischen Geschichte angekündigt wird ist der Beginn der F r e u d e n z e i t schlechthin. Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, ist die Mitte der Zeit. Das Ende der alten, Beginn der neuen. Johannes, der Prophet in der Wüste geht Jesus „mit dem Geist und der Kraft des Elija“ voraus, weist auf den „Sohn des Höchsten“ hin, dem Gott den Thron Davids und eine nie endende Herrschaft geben wird.

Im „sechsten Monat“ der Schwangerschaft Elisabeths bricht Maria „in Eile“ zu ihrer Tante ins Bergland Judäas auf, um das von Gabriel angekündigte Zeichen zu sehen. Elisabeth, vom Geist Gottes erfüllt, ruft prophetisch:
„Du bist glücklich zu preisen, weil du daran geglaubt hast, dass Gottes Verheißung an dir in Erfüllung geht.“

Wie einst in Geschichten des Alten Testamentes Joel und Judit unter allen Frauen als Gesegnete gepriesen wurden (Ri 5,24; Jdt 13,18f.) und die Nachkommenschaft Israels durch Mose gesegnet wurde (Dtn 28,1.4), wird nun Maria und ihr Kind durch Elisabeth gesegnet.

Dass Christus erkannt wird, bewirkt der Heilige Geist. Dieses Erkennen ergreift schon das ungeborene Kind. Das „Aufhüpfen“ des Ungeborenen ist Begrüßung Jesu durch Johannes, und Jubel über den Anbruch der neuen Zeit.
Die Begegnung der beiden werdenden Mütter geschieht im Haus des Zacharias, dem ein neunmonatiges Schweigen auferlegt ist. Warum schweigt er?

Zacharias ist Vertreter der alten Zeit, des alten Denkens – kein Zufall, dass er ein Mann ist. Er kann sich außer der biographischen Zeit , seinem Alter, der politischen Zeit - Herodes ist König, und der kultisch-zyklischen Zeit - er erfüllt treu seinen Tempeldienst - keine anderen Zeiten vorstellen. Dass Gott in die Geschichte eingreift und die Zeit selbst verändert, fällt ihm schwer zu glauben. Dazu hat er nichts zu sagen. Er bleibt er stumm.

Aber wie die Auferstehung zuerst von einer Frau verstanden wurde, verstehen die Frauen am Anfang der Geschichte Jesu zuerst: jetzt geschieht etwas ganz Neues. Damit, so Lukas, finden alle patriarchalen Zeit- und Denkmuster, das sich an Regierungszeiten und Erfolgen von Herrschern und anderen wichtigen Männern orientieren, ihr Ende. – Kein Wunder, dass einem Mann die Worte fehlen. Das Haus des Zacharias wird durch zwei beschämte und verachtete Frauen und ihre ungeborenen Söhne zu einem Mütter- und Kinderhaus! Diese Zeit der Frauen ist eine auf Zukunft hin offene und vorübergehende Durchgangszeit, die in die Zeit des Johannes und die Zeit Jesu mündet. Lukas legt den Anfang neuen Freudenzeit, die mit Jesu Geburt anbricht, in die vaterlose Situation der beschämten, ausgegrenzten, von Männer im Stich gelassenen Frauen, Kindern und Armen. Das Magnifikat der Maria beschreibt diese alles verwandelnde Wirklichkeit Gottes als politische, soziale und ökonomische Umkehrung der ganzen Welt: Die Mächtigen werden gestürzt, die Erniedrigten erhoben, die Hungernden gesättigt.

Was aber kann das jetzt für uns heißen, die wir heute hier sitzen? Nüchtern gesprochen, muss man doch sagen: Zwei schwangere Frauen begegnen sich. Und doch haben beide Schwangerschaften etwas Ungewöhnliches. Elisabeth war eine Priesterfrau, und sie war unfruchtbar. Das war eine Schande in Israel. Bekam eine Frau kein Kind, galt sie als von Gott verflucht. Und das bei einer Priesterfrau! Und nun bekommt diese Frau im hohen Alter plötzlich doch noch ein Kind. Auch die Schwangerschaft der Maria, ist ungewöhnlich. Maria entgegnet dem Engel, als er zu ihr kommt: Wie soll das geschehen? Ich lebe ja mit keinem Mann zusammen, wie soll ich schwanger werden? Gabriel antwortet: „Der Heilige Geist wird über dich kommen.“ Ob Maria das verstanden hat? Das verstehen wir heute nicht einmal. Sie antwortet: „Du hast es gesagt; mir geschehe, wie du es sagst.“

Diese ungewöhnlich schwangeren Frauen begegnen sich. Die eine segnet die andere. „Selig ist die, die geglaubt hat, dass in Erfüllung geht, was der Herr ihr sagen ließ. Elisabeth hätte ganz anders reagieren können. Hätte ja auch sagen können: „Maria pass auf, jetzt kommen schwere Zeiten auf dich zu. Das wird dir kein Mensch glauben, dass du schwanger bist, ohne mit einem Mann geschlafen zu haben.“ Das glauben nicht einmal im zwanzigsten Jahrhundert die Theologen. Es kommen schwere Zeiten auf dich zu. Elisabeth wusste aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, mit einer Schmach herumzulaufen. Aber nichts dergleichen sagt Elisabeth, im Gegenteil. Sie macht Maria Mut. „Gesegnet bist du“, du bist glücklich zu schätzen, weil du Gott vertraust und auf seine neue Zeit hoffst.

Vielleicht ist das die Botschaft für uns heute: Wenn wir Christen im Umgang miteinander von Maria und von Elisabeth lernen würden, dass wir nicht deswegen leben, um uns gegenseitig zu kritisieren, abzuwerten oder gar den Glauben madig zu machen. Sondern vielmehr dafür, dass wir uns gegenseitig in der Hoffnung und im Glauben an den kommenden Gott ermutigen und bestärken. Das würde unser Leben verwandeln. So begänne eine neue Zeit inmitten der alten.  Lukas erzählt: Gott ist bei denen, die wir am meisten verachten, auf die wir mit dem Finger zeigen und mit denen wir niemals zusammen sein möchten – aber gerade denen erscheint Gott in all seiner Herrlichkeit. Ihnen gehört die Zukunft. Wenn man im Tiefsten versteht, was zwischen Elisabeth und Maria passiert, versteht man den Segen der Elisabeth: „Selig, die du geglaubt hast.“ Und das Loblied der Maria: „Meine Seele preist die Größe des Herrn ...“

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr endlich selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied 12 Gott sei Dank 

Abkündigungen:
1. Den nächsten Gottesdienst mit Abendmahl feiern am nächsten Sonntag, dem 11. Dezember, das ist der 3. Advent. Beginn um 11 Uhr.
2. Die aktuellen Termine finden Sie immer auf unsere Webseite www.deka-algarve.com
3. Der Chor trifft sich am Donnerstag, 15. Dezember um 17:30 Uhr in der Kapelle
4. Wir sammeln für die ‚foodbank‘ unserer katholischen Schwestergemeinde.
5. Die Kollekte des Gottesdienstes am vergangenen Sonntag betrug 53,70 €. Gott segne Geber und Gaben.
6. Einladung zum gemeinsamen Mittagessen.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Lied EG 8 Es kommt ein Schiff geladen 

Fürbitte
P: O Heiland reiß den Himmel auf. Höre auf unsere Sorgen, unsere Verunsicherungen, unsere Fragen. Wir warten auf dein Erscheinen und rufen: Kyrie eleison
A: O Heiland reiß den Himmel auf. Schau, es ist Krieg. Menschen Töten einander. Viele müssen frieren und Hungern. Schau auf die Verantwortlichen. Es ist schwer, Frieden zu finden. Wir sind oft ratlos und zweifeln, ungeduldig. Wir warten auf dein Erscheinen und rufen: Kyrie eleison
B: O Heiland reiß den Himmel auf. Schauf auf deine Schöpfung und
unsere Schwerfälligkeit, unser Verhalten nachhaltig zu verändern. Stärke uns, denen beizustehen, die unter den Folgen der Klimakatastrophe schon jetzt leiden, die ihre Heimat verlassen müssen, weil sie unbewohnbar geworden ist. Wir warten auf dein Erscheinen und rufen: Kyrie eleison
P: O Heiland reiß den Himmel auf. Schau auf uns, unser Vertrauen, unsere Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit. Himmel und Erde werden vergehen, aber dein Wort und deine Verheißung bleiben für immer. Wir warten auf dein Erscheinen. Amen.
Laudate omnes gentes.

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demissio/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn – G: Gott sei ewiglich Dank - Lied EG 421 Verleih uns Frieden gnädiglich 

Segen
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen

Musik zum Ausgang (Freue dich sehr, o meine Seele) 

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.; Web: www.deka-algarve.com
Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.
Pastor i.R. Stephan Lorenz: Tel: : 282 341 214; Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Uz Sesmarias 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Unsere Gemeindearbeit finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jede Spende auf unser Konto IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 BIC : CCCMPTPL - 

 

Monatslosung Dezember 2022  Jesaja 11,6

Dann wird der Wolf als Gast beim Lamm verweilen und der Panther sich neben dem Böcklein lagern; Kalb, junger Löwe und Mastochse werden vereint weiden, und ein kleiner Knabe wird ihr Treiber sein.

וְגָר זְאֵב עִם כֶּבֶשׂ וְנָמֵר עִם גְּדִי יִרְבָּץ וְעֵגֶל וּכְפִיר וּמְרִיא יַחְדָּו וְנַעַר קָטֹן נֹהֵג בָּם

E morará o lobo com o cordeiro, e o leopardo com o cabrito se deitará, e o bezerro, e o filho de leão, e a nédia ovelha viverão juntos, e um menino pequeno os guiará.

Im November lasen wir den empörten Aufschrei Jesajas über die sozialen Verhältnisse: Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die Finsternis als Licht hinstellen und das Licht als Finsternis, die Bitteres für süß und Süßes für bitter ausgeben! (Jes.5,10) Seine Rage gipfelt in der Vorhersage einer Katastrophe: Zerstörung Jerusalems durch die Assyrer und Exil in Babylonien. Macht ihr so weiter, geht das Licht aus, sagt Jesaja voraus. Wie das ist, wenn das Licht ausgeht, erfahren wir bald täglich aus Nachrichten über den mörderischen russischen Raketenhagel auf die Ukraine. Dort sitzen die Menschen in Finsternis und Kälte. Und sehnen sich nach Frieden. Auch wir wünschen uns ein Ende dieser katastrophalen Geschehnisse. Jesaja, sein Name ist Programm: Gott erlöst. Er erzählt den Verängstigten, in Dunkelheit und Kälte ihr Dasein fristenden Menschen eine Zukunftsvision. Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. (Jes 11,1) In der Orgie der Gewalt und Zerstörung, die wir gerade erleben, wird ein Kind geboren. Mit diesem Kind wird Gott sein. Seine Geburt ist der Anfang von etwas ganz Neuem. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. (Jes 11,2) Die Herrschaft des kommenden Königs verströmt einen neuen, göttlichen Geist. Weisheit, Verstand, Einfühlungsvermögen, Vertrauen in Gott bestimmen seine Entscheidungen. Er sieht, was in den Herzen der Menschen geschieht. Von Äußerlichkeiten lässt er sich nicht blenden. Gottes Gerechtigkeit ist die Basis seines Handelns und die die Grundlage für wahren Frieden unter den Menschen. Nicht nur unter den Menschen! Die Vision Jesajas geht weiter. Frieden wird die ganze Schöpfung beherrschen. Dann wird der Wolf als Gast beim Lamm verweilen und der Panther sich neben dem Böcklein lagern; Kalb, junger Löwe und Mastochse werden vereint weiden, und ein kleiner Knabe wird ihr Treiber sein. Feindschaft und Furcht voreinander werden aufhören. Dafür steht das Bild von veganen Löwen und Panther. Auch im Advent und zu Weihnachten wird der Krieg nicht aufhören. Morden wird weitergehen, auch die Zerstörung unserer Schöpfung. In unserer Welt wimmelt es weiter von gefräßigen Löwen, Panthern und giftigen Schlangen. Vielleicht ist das ja gerade die Botschaft von Advent und Weihnachten, dass wir inmitten der Welt des Todes, im Chaos der Gewalt doch schon Gottes neue Wirklichkeit sehen. Mit seiner Vision will Jesaja beschreiben, was der eigentliche Wille Gottes ist: eine harmonische Welt, in der alle Geschöpfe friedlich, ohne Angst leben können. Dem Lamm, der Kuh, dem kleinen hilflosen Kind werden Lebensmöglichkeiten geschenkt. Und indem wir Advent und Weihnachten feiern, machen wir deutlich, dass unsere Hoffnung auf Besserung nicht durch Raketen und Bomben zerrissen wird. Advent und Weihnachten sind vielmehr ein trotziges Zeichen gegen diejenigen, die den Untergang der Welt für ihre Ziele billigend in Kauf nehmen. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Advent und ein frohmachendes Fest der Geburt dessen, der den Anfang einer ganz neuen Schöpfung lebt.

Stephan Lorenz, Urb. Sesmarias, Lote 84, 8400-565 Carvoeiro, 960 244 439

 

 

 

 

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Die Gottesdienste beginnen um 11 Uhr

Festschrift zum 30 jährigen Jubiläum
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Die Losung heute

Tageslosung vom
Sonntag, 04. Dezember 2022
2. Sonntag im Advent
Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen.
Hesekiel 34,12
Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
Johannes 10,11

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