Gedankensplitter

 

Jahreslosung 2022 Johannes 6,37

παν ο διδωσιν μοι ο πατηρ προς εμε ηξει και τον ερχομενον προς με ου μη εκβαλω εξω

Alles, was mir mein Vater gegeben hat, kommt zu mir und den, der zu mir kommt, werde ich nicht hinausschmeißen.

Todo aquele que o Pai me dá, esse virá a mim; e o que vem a mim, de modo nenhum o lançarei fora.

Die Jahreslosung steht bei Johannes im Kontext der Erzählung der wundersamen Brot-/Fischvermehrung und Speisung von 5000 Menschen am Vorabend des Passafestes. Jesus zieht weiter, doch die Menschen folgen ihm nach. Es kommt zu einem Gespräch über das Brot des Lebens. Das ist nicht irgendein irdisches Wurstbrot: „Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben.“ (6,27) Und gipfelt in dem Satz: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern; wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“ (6,35) Lebenshunger, Durst kennen wir. Und wissen auch, wie weh das tut, wenn Lebenshunger nicht gestillt werden kann. Was macht wirklich satt? Googelt man diese Frage, bekommt man 6,8 Mio. Ergebnisse zu 10 oder mehr Lebensmitteln, die satt machen sollen. Unsere Konsumindustrie und Google kennen nur Speise, die vergänglich ist. Wer viel davon in sich hineinstopft, wird vielleicht dick, bekommt möglicherweise eine Essstörung. Stillt das den Lebenshunger? Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Geht eine Weissagung der Cree. Verstanden haben wir sie nicht wirklich. Wir erleben eine Zeit des Umbruchs, hervorgerufen durch ein kleines unsichtbares Virus. Seine Mutationen halten uns auf Trab, behindern unser privates und gesellschaftliches Leben. Einschränkungen bis zum Lockdown, wiederholte Impfungen sollen helfen. Für einige eine Inszenierung böser Mächte. Für viele bittere Realität bis in die Intensivstationen. Die schwer ertragbare Hilflosigkeit wirkt Trauer und Wut. Die Sehnsucht nach ‚Normalität‘ wächst. Nur, wahrscheinlich wird unser Leben nicht mehr werden wie es vorher war. Vielleicht also eine Zeit sich zu fragen: Was stillt meinen Lebenshunger? Was kann ich an meinem Lebensstil ändern? Was dient nicht nur meinem Leben, sondern ‚nachhaltig‘ dem Leben auf dieser im Kosmos einzigartigen Erde? Der Philosoph Hans Jonas hat Kant’s kategorischen Imperativ um eine ökologisch-zukünftige Perspektive erweitert: Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden. Wenn wir unser Leben einer Qualitätsprüfung unterziehen wollen (ein altes christliches Wort dafür ist Buße, von besser machen), dann braucht es Kriterien und Normen, woran wir uns orientieren können. Man könnte sich ja an den Geschichten, die von Jesus erzählt werden orientieren. Die Brotvermehrung könnte ja ein Hinweis sein, dass eine Weltwirtschaft erstrebenswert ist, in der alle satt werden. Dabei geht es nicht nur darum, dass jeder seine Currywurst bekommt, sondern um Gerechtigkeit. „Wer zu mir kommt…“, könnte man ja auch dahingehend verstehen, keine Flüchtlinge mehr abzuweisen. Jeder und jedem sein Recht auf einen Ort zuzugestehen, der sie in Würde leben lässt. Wenn wir Jesus, den Christus, so befragen, wie die Menschen in der erzählten Geschichte, werden wir nicht abgewiesen. Lernen fettige Pommes vom Brot des Lebens zu unterscheiden. „Den, der zu mir kommt, werde ich nicht hinausschmeißen.“ Bekommen Antworten, solche, die uns vielleicht überraschen, aber Antworten, die unseren Lebenshunger und Durst stillen. Ein spannendes Jahr 2022 liegt vor uns. Mögen sie ihren Lebenshunger stillen können!? Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein gutes Neues Jahr!

 

 Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

Gottesdienst am 2. Sonntag nach Epiphanais, 16. Januar 2022 

Wir alle konnten aus dem schöpfen, was IHM in Fülle gegeben war, Gnade um Gnade (Johannesevangelium)

Glockengeläut 

 – Musik 
(BW 13, Chorale: Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen itzt in meiner Traurigkeit. Ach! Will er denn für und für grausam zürnen über mir, kann und will er sich der Armen itzt nicht wie vorhin erbarmen?)

Salutatio:
P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, P+G: der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Confiteor:
Lobt Gott! Ruft seinen Namen, macht den Menschen seine Taten bekannt! Singt ihm, spielt ihm und redet von seinen Wundern! Heißt es im 105. Psalm Wir hören diese Worte: Unsere Realität ist das nicht. In unseren Ländern werden ganz andere Lieder gesungen. In vielen Kriegslieder. Wir Christen kommen hier zusammen, um das stärkende Wort Gottes zu hören, zu ihm zu bitten und Lieder des Friedens zu singen. Wir wissen: wir Menschen beten ganz Andere an, haben Lob für alles Mögliche, weniger für Gottes Tun. Das macht unser eigenes und das Leben vieler anderer Menschen nicht eben leichter. Deshalb beten wir am Anfang: Gott, erbarme dich unser, vergib uns unsere Verwirrungen, führe uns zum ewigen Leben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fröhlichen Lippen feiern durch Christum, unseren Bruder. Und wir erhalten gleich zu Beginn die Antwort, die sich durch diesen ganzen Gottesdienst bestätigen möge: Gott hat sich unserer erbarmt, er hat uns seinen Sohn geschickt, unsere Wirrnisse vergeben. Alle, die das glauben können, sind Gottes Kinder. Sein Heiliger Geist wir mit ihnen sein. Und sie werden selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen.

Lied 66 Jesus ist kommen 

Psalm 105
Lobt Gott! Ruft seinen Namen, macht den Menschen seine Taten bekannt!
     Singt ihm, spielt ihm und redet von seinen Wundern! Rühmt euch seines heiligen Namens! Die ihn suchen, können sich freuen!
Fragt nach Gott und seiner Macht, sucht seine Nähe zu allen Zeiten! Denkt an die Wunder, die er tat, die Beweise seiner Macht und seiner Gerechtigkeit.
     Ihr Nachkommen seines Dieners Abraham, ihr Söhne und Töchter Jakobs, seine Erwählten: Das ist unser Gott! Seine Gerechtigkeit gilt in der ganzen Welt.
Niemals vergisst ER seinen Bund, sein Versprechen gilt allen Generationen

Gloria
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns

Gloria in excelsis
Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgfalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.

P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet
Gott, sei uns gnädig und erhöre unser Gebet. Du hast Deinen Sohn zu uns geschickt, damit er uns Deine Liebe zeige, wir bitten Dich: Befreie uns aus der Gefangenschaft dessen, was unser Leben zur Hölle macht, auch womit wir andere Menschen plagen, mach in uns Deinem Geiste Raum, dass wir DIR nachfolgen. Das bitten wir durch Jesus Christus, der uns mit dem Heiligen Geist Kraft gibt, jeden Tag aufs Neue. Amen

Lied EG 74 Du Morgenstern, du Licht vom Licht 

Die Lesung steht im Brief des Paulus an die Christen in Korinth (1 K,.2, 1-10)
Als ich zu euch kam, liebe Geschwister, um euch das Zeugnis von Gott weiterzugeben, tat ich das nicht mit überragender Redekunst oder tiefer Gelehrsamkeit. Denn ich hatte mich entschlossen, unter euch nichts anderes zu kennen außer Jesus Christus und ihn als den Gekreuzigten. Als schwacher Mensch trat ich vor euch auf und zitterte innerlich vor Angst. Mein Wort und meine Predigt beruhten nicht auf der Überredungskunst menschlicher Weisheit, sondern auf der Beweisführung des Geistes und der Kraft Gottes. Euer Glaube sollte sich nicht auf menschliche Weisheit gründen, sondern auf die Kraft Gottes. Und doch verkündigen auch wir Weisheit – für die, die dafür reif sind. Das ist jedoch nicht die Weisheit der heutigen Welt, auch nicht die der Machthaber dieser Welt, die ja irgendwann entmachtet werden, sondern wir predigen das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes. Dass diese Weisheit für uns sichtbar wurde, hat Gott schon vor aller Zeit bestimmt, damit wir an seiner Herrlichkeit Anteil bekommen. Keiner von den Machthabern dieser Welt hat sie erkannt – denn wenn sie diese Weisheit erkannt hätten, dann hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie in der Schrift steht: "Was kein Auge je gesehen und kein Ohr jemals gehört, was keinem Menschen je in den Sinn kam, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben." Denn durch seinen Geist hat Gott uns dieses Geheimnis offenbart. Der Geist ergründet nämlich alles, auch das, was in den Tiefen Gottes verborgen ist
Hallelujavers: Halleluja. Hallaluja. Halleluja. – Aus tiefster Seele lobe ich Gott. Die Mutlosen hören es und freuen sich (Psalm 34,3) – Halleluja. Halleuja. Halleluja

Lied EG 67 Herr Christ, der einig Gotts Sohn 

Die Lesung des Evangeliums steht im Evangelium des Johannes (2,1-11)
P+G: Ehre sei dir Herre
Am dritten Tag fand in Kana, in Galiläa, eine Hochzeit statt. Die Mutter Jesu nahm daran teil, und auch Jesus war mit seinen Jüngern eingeladen. Als während des Festes der Wein ausging, sagte seine Mutter zu ihm: "Sie haben keinen Wein mehr!" "Frau, in was willst du mich da hineinziehen?", entgegnete Jesus. "Meine Zeit ist noch nicht gekommen." Da wandte sich seine Mutter an die Diener und sagte: "Tut alles, was er euch aufträgt." In der Nähe standen sechs Wasserkrüge aus Stein, wie sie von den Juden für zeremonielle Waschungen benötigt wurden. Jeder von ihnen fasste etwa 100 Liter. Jesus sagte den Dienern: "Füllt die Krüge mit Wasser!" Sie füllten die Gefäße bis zum Rand. Dann befahl er ihnen: "Nun schöpft etwas und bringt es dem Küchenmeister." Sie taten das; und als der Küchenmeister vom Wasser, das Wein geworden war, gekostet hatte, rief er den Bräutigam. Er wusste ja nicht, woher der Wein kam. Nur die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, wussten davon. Er sagte zu ihm: "Jeder bringt doch zunächst den guten Wein auf den Tisch und setzt erst dann den weniger guten vor, wenn die Gäste schon betrunken sind. Aber du hast den guten Wein bis jetzt aufgehoben." Dieses Wunderzeichen in Kana in Galiläa war das erste, das Jesus tat. Damit offenbarte er seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.
P+G: Lob sei Dir, o Christus

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 398 In dir ist Freude 

Predigt (1.Kor. 2,1-10)

Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Die Sonntage nach dem Epiphanias schließen die Weihnachtszeit ab. Dann kommen Vorfastenzeit und Fastenzeit als Vorbereitung auf Ostern. Weihnachten erzählt das Kommen Gottes in diese Welt in niederen Hüllen, von Anfang an bedroht, ein Flüchtling und endlich ein Gescheiterter. Epiphanias zeigt die Wirkung von Gottes Erscheinen unter den Menschen. Er ist das Licht, das in unsere Finsternis scheint.

Epiphanias beginnt mit der Geschichte der drei Magier, die im Vorgriff auf die Heidenmission Christus finden. Letzten Sonntag ging es um die Taufe Jesu. Jesus ist der von Jesaja vorhergesagt treue Knecht, alle Verheißungen werden in ihm erfüllt. Der nächste Sonntag erzählt die Geschichte des Hauptmanns von Kapernaum. Am Ende werden nicht nur die Heiden, sondern auch die verstreuten Kinder Israels von Westen und Osten kommen und am Tisch Gottes zusammensitzen. Epiphanias endet mit der Geschichte von der Verklärung Jesu. Jesus spricht mit Mose und Elia. In seinem Reden und Handeln wird das mosaische Gesetzes und die prophetische Tradition vollendet.

Im Zentrum des heutigen Sonntages steht die ‚Herrlichkeit Gottes‘. Hebräisch ‚Kebod‘. Es meint die Ausstrahlung, das, was einem an einer Person imponiert. An unserer Bewunderung für Sportstars, für die Queen oder Privataudienzen beim Papst können wir uns das deutlich machen. Das sind Begegnungen, die einen beindrucken. Von denen lebt man.
Gottes Herrlichkeit ist im Unterschied zur antiken Auffassung nicht absolute Schönheit, wie die alten Götterstatuen nur schöne, ebenmäßige Menschen abbilden. ‚Kalos k’agathos‘, das ebenmäßig Schöne hat ausgedient. - Nicht ganz, denn unsere Misswahlen, die Beautyindustrie sind Ausdruck unserer Sehnsucht nach Schönheit. Das Märchen vom Schneewittchen dreht sich um die Frage: wer ist die schönste im ganzen Land?

Gottes Herrlichkeit zeigt sich vielmehr in seinem Wesen. Gott ist barmherzig, gnädig, seine Zuwendung ist vollkommen, bleibend und absolut verlässlich. Das erzählt die Geschichte, in der Mose Gottes Herrlichkeit von Angesicht zu Angesicht sehen will. Das ist unmöglich. Kein Mensch kann Gott ‚sehen‘. Er zeigt sich Mose und bleibt doch verborgen, unfassbar für den Verstand des Menschen, bleibt im „Sich-zeigen“ immer auch der verborgene, unfassbare Gott. Nur an seiner Wirkung, seiner Ausstrahlung auf Menschen kann man seine Herrlichkeit erkennen.

Die Geschichte der Hochzeit von Kanna verweist auf eine weitere Erlebensweise, wo wir Gottes Herrlichkeit gleichsam schmecken können. Und zwar gerade dann, wenn wir denken, jetzt geht gar nichts mehr. Meinen, alles wäre am Ende. Wie ein Choral singt (EG 279,5)

„Du hast uns oft verstrickt in Schlingen,
den Lenden Lasten angehängt;
du ließest Menschen auf uns dringen,
hast ringsumher uns eingeengt.
Oft wollten wir den Mut verlieren
im Feuer und in Wassersnot.
doch kamst du, uns herauszuführen,
und speisest und mit Himmelsbrot.“ Im Abendmahl, in Brot und Wein, können wir Gottes Herrlichkeit schmecken. Da gibt sich Gott und zeigt sich Gott. Eine Kostprobe seiner Herrlichkeit verborgen in Brot und Wein. „Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde … Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.“ (Psalm23)

Gottes Herrlichkeit zeigt sich uns. Sie bleibt jedoch verborgen, unfassbar für den gewöhnlichen Verstand. Für ihn bleibt er ein unfassbarer Gott. Das versucht Paulus den Christen in Korinth klar zu machen. Er schreibt an sie:

Als ich bei euch war, um euch die Botschaft Gottes zu bringen, ging es mir nicht darum, mit langen, großartigen und tiefsinnigen Reden zu glänzen. Ich kannte nur Jesus, den Gekreuzigten. Als ich zu euch kam, fühlte ich mich ziemlich elend. Ich hatte große Angst und zitterte am ganzen Leib. Mein Reden war gewiss nicht tiefsinnig oder besonders überzeugend. Und doch wurden Geist und Kraft sichtbar. So muss es sein. Denn Vertrauen (pistis/Glauben) auf Gott beruht nicht auf menschlichem Tiefsinn, sondern ihr wurdet angesteckt durch die Kraft Gottes. Denen die im Vertrauen auf Gott leben, kann ich Gottes Herrlichkeit* übermitteln. Damit meine ich nicht, was Menschen unter Herrlichkeit verstehen wie sie die Machthaber in aller Welt gebrauchen. Ihre Macht wird vergehen. Wenn ich von Gottes Herrlichkeit rede, meine ich eine dem Gewöhnlichen nicht zugängliche, verborgene Herrlichkeit. Gott hat sie schon hervorgebracht, bevor die Welt geschaffen war. Gott will uns teilnehmen lassen an seiner Herrlichkeit – das ist das Geheimnis der Welt. Kein weltlicher Machthaber erkennt dieses Geheimnis. Sonst hätten sie Jesus, den Messias der Herrlichkeit, nicht gekreuzigt. Dieses herrliche Geheimnis, so sagt die Schrift, ist für uns bestimmt: „Was für eine Herrlichkeit Gott für die bereit hält, die ihm vertrauen, hat kein Auge je gesehen, kein Ohr je vernommen, kein Herz jemals erfasst.“ Gott hat uns dieses Geheimnis eröffnet, indem er uns den Heiligen Geist geschenkt hat.“ (Übersetzung nach Berger/Noord) (*ich ersetze das griechische sophia/Weisheit mit Herrlichkeit, weil es im Text parallel gebraucht wird))

Am Ende zitiert Paulus den Propheten Jesaja (40,13): „‘Wer hat je Gottes Geist (ruah) erkannt und wer will ihn belehren?‘ Wir aber haben den Geist Jesu, des Messias.“

Eine schöne Umschreibung dessen, was Epiphanias meint. Jesus, der Messias, erschließt uns den Geist Gottes, seine Gedanken und Verheißungen für uns. Mose musste (noch) in seiner Sehnsucht nach Gott fragen, ob er die Herrlichkeit Gottes sehen dürfe. Paulus kann sagen: „Gott will uns teilhaben lassen an seiner Herrlichkeit!“ Ja, die Kraft seiner Herrlichkeit ist ansteckend. Und was Ansteckung bedeutet, brauche ich heute nicht zu erklären. Was da so ansteckend ist, ist Gottes Liebe. Darin zeigt sich seine Herrlichkeit, seine Treue, seine Verlässlichkeit. Paulus hat sie klassisch beschrieben:  Liebe hat Geduld. Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid. Sie macht sich nicht wichtig, ist nicht arrogant; sie ist nicht taktlos und sucht nicht sich selbst; sie lässt sich nicht reizen und trägt Böses nicht nach; sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, sie freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Sie erträgt alles; sie glaubt und hofft immer. Sie hält allem stand. Die Liebe wird niemals aufhören.

In Jesus, dem Messias, ist uns Gottes Liebe, seine ganze Herrlichkeit erschienen. Paulus meint ja: Was Jesus kann, können wir schon lange! Könnte doch stimmen!? Zeigen wir ihm, dass er recht hat!

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied EG 71 O König aller Ehren 

Abkündigungen:
1. Am nächsten Gottesdienst feiern wir am 3.Sonntag nach Epiphanias, dem 23. Januar 2022. Beginn wie immer 11 Uhr.

2. Die aktuellen Termine finden Sie immer auf unsere Webseite. www.deka-algarve.com

3. Der Chor und der Gesprächskreis treffen sich zur Zeit nicht.

4. Die Kollekte des letzten Gottesdienstes ergab 78,00€. Die heutige Kollekte ist für unsere Gemeindearbeit bestimmt.
Auch für die vielen Spenden für die Foodbank unserer katholischen Schwestergemeinde bedanken wir uns ganz herzlich. Gott segne Geber und Gaben.

5. Herzliche Einladung zum gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Taste.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Lied EG 68 O lieber Herre Jesu Christ 

Fürbitte
P: Gott, wo du erscheinst, kann unser Leben zu einem Fest werden. Wasser wird zu Wein. Sorge kann sich zur Hoffnung öffnen. Was uns niederdrückt, kann leichter werden.

A: Gott, wo du erscheinst, kann unser Leben zu einem Fest werden. So erscheine allen, die sich selbst fremd sind, gefangene in überzogenen Erwartungen an sich selbst, in quälenden Zweifeln, getrieben von Ansprüchen anderer, oder von der Sorge, zu kurz zu kommen. Wir rufen zu Dir: Kyrie eleison.

B: Gott, wo du erscheinst, kann unser Leben zu einem Fest werden. Erscheine, allen, die Angst haben, vor ihrem Leben und ihrem Sterben, Angst vor ihrer eigenen Freiheit und Angst vor der Wahrheit. Wir rufen: Kyrie eleison

P: Gott, wo du erscheinst, kann unser Leben zu einem Fest werden. Erscheine, allen, die in Unfrieden auf ihr Leben sehen, allen Verbitterten, die kein Vertrauen haben können in deine lebendige
Erscheine uns allen Gott. Amen. Laudate omnes gentes

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demissio/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn – G: Gott sei ewiglich Dank Lied EG 421 Verleih uns Frieden gnädiglich 

Segen
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen

Musik zum Ausgang 

(Aria: Ich bin vergnügt mit meinem Glücke, Das mir der liebe Gott beschert. Und bin auch nicht derselben wert. Denn Gott ist meine Zuversicht)

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail¬: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Web: www.deka-algarve.com
Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.
Pastor i.R. Stephan Lorenz: Tel: : 282 341 214; Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Uz Sesmarias 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unsere Gemeindearbeit finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jede Spende auf unser Konto IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 BIC : CCCMPTPL - 

 

 

 

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